Mundspüllösungen, Nutzen und Grenzen

Mundspüllösungen können weder das Zähneputzen noch den Besuch des Zahnarztes ersetzen. Aber sie sind ein gutes Hilfsmittel zur Prophylaxe.

Dies hat u.a eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergeben. Es wurden  20 verschiedene Mundspüllösungen getestet. 12 erhielten das Testergebnis “gut”, fünf Mundspüllösungen wurden mit “mangelhaft” bewertet.

Die Preise für Mundspüllösungen beginnen bei 0,15 je 100 ml. Mundspüllösungen kann man im Supermarkt, aber auch in der Apotheke kaufen. Dort kosten sind sie i.d.R. teurer

Im Test haben Mund­spüllösungen, die nicht ausreichend vor Zahnbelag und Zahn­fleisch­entzündung schützen, schlecht abgeschnitten. Insbesondere für den Karies­schutz sind sie nicht geeignet, weil sie kein Fluorid enthalten.

Die Gabe von Fluorid ist in der Alternativmedizin umstritten. Fluorid gilt bei Kritikern als giftig oder gar krebserregend. Doch wie bereits in einem anderen Beitrag hingewiesen, in kleinen Mengen ist Fluorid nicht gefährlich. Auch in Ländern mit fluoridiertem Trinkwasser konnte kein Zusammenhang zwischen einem erhöhten Krebsrisiko und der Aufnahme von Fluorid  festgestellt werden. Vielmehr beugt ­Fluorid erwiesenermaßen Karies vor.

Auch Kinder können bereits fluoridhaltige Mundspülungen benutzen. Doch aufgepasst, das Kind sollte in der Lage sein selbstständig auszuspucken. Das ist etwa im Alter von 5-6 Jahren möglich.

Problematisch sieht die Stiftung die bunten Farben. Auch der minzige, süßliche Geruch verleitet vor allem Kleinkinder dazu, die Flüssigekeit zu trinken. Deshalb wurde bei einigen Herstellern der Verschluss bemängelt. Er ist nicht kindersicher und lässt sich zu leicht öffnen.